Ingo Bode: Die Infrastruktur des postindustriellen Wohlfahrtsstaats

Im Fokus der Publikation steht die soziale Daseinsvorsorge, aufgefasst „als Gesamtheit aller wohlfahrtsstaatlich regulierten Vorkehrungen und Organisationsprozesse zur Bewältigung sozialer Risiken“ (366) Mit der ‚Infrastruktur‘ des Wohlfahrtsstaats meint der Autor das gesamte Ensemble der Institutionen, welche wohlfahrtsstaatliche Leistungen erbringen. Analysiert werden aktuelle Entwicklungen ihrer organisatorischen Logik vor dem Hintergrund einer gesellschaftlichen Entwicklung, die als Übergang von einer hochindustriellen in eine postindustrielle Epoche interpretiert wird.

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Veranstaltung „Gesundheitspolitik“ mit Kordula Schulz-Asche, MdB

Der AK Soziales lädt zu einem Gespräch über Gesundheitspolitik mit der Bundestagsabgeordneten Kordula Schulz-Asche ein.

Prävention und Gesundheitsförderung sowie die Stärkung der Patientenrechte sind zwei originär grüne Themen, die den Bundestag in Kürze beschäftigen und Auswirkungen auch auf Kassel haben werden. Nach einem Input von Kordula Schulz-Asche zu diesen Themen besteht die Möglichkeit der offenen Diskussion:  von A wie Arzneimittelnutzenbewertung, B wie Bundesfinanzminister und dessen dreisten Griff  in den Geldbeutel der Krankenversicherten über H wie Hebammen und Haftpflicht bis hin zu P wie „Pille danach“ und die Weigerung des Bundesgesundheitsministers deren Verschreibungspflicht aufzuheben.

Die Veranstaltung findet am 27.03.2014 um 18 Uhr im FAB in der Samuel-Beckett-Anlage 6 statt.

Psychologie: Dynamik von Freundschaften in sozialen Netzwerken

Psychologie: Neue Freunde verdrängen alte Freunde – SPIEGEL ONLINE.

Steigt mit dem Alter die Zahl enger Freunde? Eine Studie mit Studenten zeigt, dass sich persönliche Netzwerke in ihrer Struktur kaum verändern. Kommen neue Freunde hinzu, müssen die alten weichen – die Zahl enger Kontakte bleibt konstant. (Spiegel Online)

Studie auf www.pnas.org/cgi/doi/10.1073/pnas.1308540110

Perspektiven der Medienbildung

Winfried Marotzki, Norbert Meder 2014

Perspektiven der Medienbildung

ISBN: 978-3-658-03528-0 (Print) 978-3-658-03529-7 (Online)
„Der Band führt die Diskussionen weiter, die mit dem Paradigma der Medienbildung verbunden sind. Die einzelnen Beiträge stellen sich den Herausforderungen einer Gesellschaft, die im hohen Maße medial konstituiert ist, in der die Macht der Medien immer weiter zu wachsen scheint und in alle Lebensbereiche der Menschen eindringt. In dieser Weise werden Privatheit, Öffentlichkeit, Leben und Arbeiten medial durchdrungen, wie es bisher noch nicht der Fall war. Medien bieten jedoch auch eine unendliche Vielfalt für den Menschen, sich (neu) zu orientieren. Der Band spürt einigen Facetten nach.“ (Amazon)

Frankfurter Stadtgespräch

Das Ende des Internets? Zur Regulierung der digitalen Gesellschaft

20. November 2013, 20.00 Uhr
Frankfurter Kunstverein, Steinernes Haus am Römerberg, Markt 44, Frankfurt am Main

Eintritt frei

Veranstalter:
Exzellenzcluster „Die Herausbildung normativer Ordnungen“ in Zusammenarbeit mit dem Frankfurter Kunstverein

Das Internet ist für viele Menschen zu einem unverzichtbaren Bestandteil ihres Alltags geworden. Wie selbstverständlich kommunizieren wir „im Netz“. Häufig erscheinen auch die Auswirkungen des Internets auf alle Bereiche der Gesellschaft als geradezu unumgänglich. Gestritten wird deshalb meist darüber, wie mit diesen Effekten umzugehen ist. Das Internet hingegen wird als bleibendes Phänomen unterstellt. Im 12. Frankfurter Stadtgespräch des Exzellenzclusters „Die Herausbildung normativer Ordnungen“ soll diese Perspektive um die gewissermaßen umgekehrte Frage ergänzt werden, ob das Internet, wie wir es kennen, aufgrund rechtlich-technischer Regulierungen schon bald nicht mehr existieren wird. An die Stelle des weltweit offenen, anarchisch-unsicheren Internets könnten durchaus andere Formen der digitalen Vernetzung und damit der digitalen Gesellschaft treten, die mehr Sicherheit und Kontrolle, dafür aber weniger Offenheit und Partizipation ermöglichen. Um diesen Entwicklungen nachzugehen, sollen unterschiedliche Regulierungs- und Konfliktfelder zur Sprache kommen, insbesondere Aspekte des Datenschutzes und der Datensicherheit, der Regulierung des Persönlichkeits- und Urheberrechts im Internet und nicht zuletzt die Zukunft der Netzneutralität. Es diskutieren Markus Beckedahl und Alexander Peukert, es moderiert die Juristin und Geschäftsführerin des Clusters, Rebecca Caroline Schmidt.

 

Hintergrundgespräch zur Studie Digitale Mentalität II

Wie verhalten sich durchschnittliche Internetnutzer der BRD im Vergleich zu den besonders Aktiven im Netz? Wie unterscheiden sich Einstellungen zu Datenschutz, Anonymität oder Urheberrecht? Welche Gründe werden für die illegale Verbreitung von Inhalten genannt? Welche Werte und Tugenden haben eine Bedeutung? Wie unterscheiden sich Aktivitäten im Netz und Konsumgewohnheiten? Wie wird die Netzpolitik der Parteien bewertet?

Diese Fragen hat das IFSE in einer umfassenden Studie untersucht. Dabei wurde eine repräsentative Stichprobe der deutschen Internetnutzer mit eine Stichprobe von Webaktiven verglichen. Die Ergebnisse stellen wir für Expert_Innen und Interessierte am 8. Oktober in einem Hintergrundgespräch zur Studie vor. Der erste Teil der Studie mit dem Schwerpunkt Leistungsschutzrecht wurde bereits veröffentlicht. Der zweite Teil wird am 25. Oktober veröffentlicht und hat die Schwerpunkte Urheberrecht, Datenschutz und Anonymität.

Eine Anmeldung ist erforderlich.

Termin: 8. Oktober um 17:00 bis 18:30 Uhr

Ort: Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften, Jägerstraße 22/23, Berlin

Veranstalter: Institut für Strategieentwicklung (IFSE)

Anmeldung bis zum 7. Oktober unter digimen(at)ifse.de

Fluter: Internet

Im März dreht sich bei fluter.de alles rund um das Thema Internet. Fast alles, was wir tun, geschieht online: mit Menschen auf der ganzen Welt kommunizieren, sich informieren, Musik hören, Filme schauen, Geld überweisen, shoppen. Aber ohne Computer gäbe es das Internet nicht. Wir begeben uns auf eine Zeitreise zum ersten Computer der Welt, dem „Z3“ von Konrad Zuse von 1941, der als Nachbau im Berliner Technikmuseum zu bewundern ist. Und wir fragen den Sohn des Erfinders: Hat dieser 72 Jahre alte Rechner überhaupt noch was mit unseren Computern von heute gemeinsam?

http://www.fluter.de/de/120/thema

 

Nutzung und Datenschutzpraxis im studiVZ

Sicherlich ein kontroverser Befund:

Wie gehen Mitglieder eines sozialen Netzwerks wie studiVZ mit ihren Daten um? Welche Formen des Datenschutzes nutzen sie? Bestehen Zusammenhänge zwischen dem individuellen Datenschutz und sozio-demografischen Faktoren wie Alter, Bildungsstand oder Einkommen? Eine Befragung unter Studierenden zeigt: Ein hoher Datenschutz hängt weder vom individuellen Bildungs- und Sozialniveau ab noch von der Medienkompetenz der Nutzer.

Autor: Andreas D. Schulz

Quelle: Datenschutz und Datensicherheit. Jg. 36/2012, Ausgabe 4/2012, S. 262-269

via Datenschutz und Datensicherheit –.

Mapping Internet by IGF

Während des letzten Workshops des Internet Governance Forums 2011 in Nairobi wurden erste Ergebnisse eines Projektes zur Visualisierung zentraler Akteure, Interessen und Beziehungsmustern vorgestellt.  Zur Bedeutung des Projektes heißt es in dem vorläufigen Bericht:

In particular, a Map unavoidably contributes to the process of legitimization: Perspectives that are described in the Map will be perceived as legitimate by the users of the Map.

sowie

From the perspective of Consumers International, mapping Internet governance is important for providing consumer representatives with a better understanding of what issues are being dealt with by what institutions, and what opportunities exist for them to effectively participate in those institutions without duplicating the work of other CSOs.

Der Bericht steht online zur Verfügung. Detaillierte Ergebnisse finden sich auf der Seite http://idgovmap.org/map_html/

Der Fokus des Projektes liegt aber weitgehend auf internationalen Institutionen. Für die Entscheidungsfindungen ist es allerdings wichtig auch die nationalen Akteure, die wirtschaftlichen Interessen und die Mehrebenenproblematik in die Analyse der Netzwerkstrukturen mit einzubeziehen.

Julia Schramm (spackeria) zum Thema öffentliche Personen

Zum Gastbeitrag von Julia Schramm in der süddeutsche.de

Beschimpfung öffentlicher Personen im Internet – Wer sichtbar ist, wird niedergemacht – Digital – sueddeutsche.de.

Mein Kommentar:

Netzöffentlichkeit stößt an psychische Grenzen, wenn mit der vollständigen Sichtbarkeit negative Erfahrungen (z.B. Anfeindungen) im Internet einhergehen. Hohe Frustrationstoleranz und Selbstsicherheit sind hier die Kompetenzen, die leider nicht jedeR Internetnutzer und Internetznutzerin hat.