Zusammenfassung Diekmann

Das Kapitel über qualitative Methoden der Befragung beschäftigt sich einleitend mit den Unterschieden zwischen qualitativen und quantitativen Vorgehensweisen. Es werden laut Diekmann drei Punkte seitens der Vertreter der qualitativen Methoden hervorgehoben, Subjektbezogenheit, Offenheit bezüglich der Fragen, Antworten und Methoden und die Untersuchung in alltäglichen Situationen. Möglichkeiten der Anwendung sieht der Autor jedoch überwiegend in explorativen Untersuchungen, die vertiefendes Material erzeugen können.

Seite 540-542: Das Narrative Interview

Eine der am wenigsten strukturierten Methoden ist das narrative Interview. Hier werden nur Anreize zum gewünschten Thema gestellt um den Interviewten zum Erzählen anzuleiten. Es wird davon ausgegangen das der Zugzwang der Erzählung, ein vollständiges Bild mit Schwerpunkten, Motiven und Zusammenhängen zu liefern ausreicht. Der Interviewer ist angewiesen den Erzählfluss nicht durch Zwischenfragen zu stören.

Die Auswertung narrativer Interviews kann sehr aufwendig sein da die Dauer des Interviews überdurchschnittlich lang sein kann.

Seite 542-543: Problemzentriertes Interview

Im Gegensatz zum narrativen Interview ist es erwünscht das der Interviewer Zwischenfragen stellt und sich auf einen Leitfaden stützt. Somit besteht eine stärkere Strukturierung die jedoch den Erzählfluss weitesgehend nicht beeinflussen sollte. Diekmann zufolge eignet sich diese Methode besonders um in einem Methodenmix mit quantitativen Forschungsansätzen verwendet zu werden, auch Triangulation bezeichnet.

Seite 543-547: Probleme qualitativer Methoden

Es werden in diesen Abschnitt vor allem drei Probleme thematisiert, die bewusste Auswahl der Stichprobe, die Reliabilität sowie Validität qualitativ gewonnener Daten und die Datenauswertung.

Die bewusste Stichprobenauswahl kann Vor-

und Nachteile bewirken, wird aber nicht weiter behandelt. Gleiches gilt für die Reliabilität und Validität, der Autor merkt an das Studien zu qualitative sowie quantitative Interview- und Befragungstechniken in Bezug auf die Reliabilität und Validität erforderlich sind.

Die Auswertung qualitativer Interviews erfordert ein sehr hohes Maß an Zeit und kann zu verschiedenen inhaltlichen Interpretationen führen, was Diekmann als problematisch sieht. Er schlägt vor quantitative und qualitative Methoden stärker zu verbinden um das Ergebnis zu optimieren.