Kurzbeschreibung der Literatur

Humanistische Union e. V. (Hrsg.) 2003: Innere Sicherheit als Gefahr, HU-Schrift 23, Berlin, 2002

Die Humanistische Union äußert sich – nach 1994 – mit diesem Band zum zweiten Mal umfassend zum Politikfeld der Inneren Sicherheit. 21 Autoren nehmen Stellung zum Instrumentarium der „Inneren Sicherheit“ und zu ihren Akteuren. Sie liefern eine kritische Analyse der Befugnisse der Polizei und Nachrichtendienste. Ausführlich untersucht werden zum Beispiel die Telefon- und Videoüberwachung, die Gegenwart und Zukunft des „genetischen Fingerabdrucks“, der Einsatz von V-Leuten oder die Überwachung der neuen elektronischen Kommunikation.

Im ersten Abschnitt äußern sich die Autoren zum grundsätzlichen Spannungsverhältnis von „Innerer Sicherheit“ und Freiheit, zur Terrorismusbekämpfung in den USA, zum Wandel von der Jugend- zur Sicherheitspolitik, zur Aussagekraft der Polizeilichen Kriminalstatistik und zum subjektiven Sicherheitsbedürfnis und dessen vermeintlicher Befriedigung.

Der zweite Abschnitt bietet einen Einstieg in die Akteurskonstellationen im Politikfeld „Innere Sicherheit“ sowie die Entwicklungen auf dem Gebiet der polizeilichen Zusammenarbeit in Europa. Erläutert werden zudem die Demokratieinkompatibilitäten der Geheimdienste sowie die Notwendigkeit einer demokratischen Kontrolle von Sicherheitsbehörden am Beispiel der Polizei.

Der dritte Abschnitt widmet sich den Aktionsmöglichkeiten, welche staatlichen Sicherheitsbehörden zur Verbrechensbekämpfung zur Verfügung stehen.