„Deutschland steht auf der Leitung“

das ganze interview auf taz online: http://www.taz.de/1/netz/netzgeraete/artikel/1/deutschland-steht-auf-der-leitung/

„Glasfaser gilt als teuer, da Häuser komplett neu angeschlossen werden müssen. Verstehen Sie die Zurückhaltung bei den Telekommunikationsfirmen?

Natürlich stellt der Bau eines FTTH-Netzes eine Infrastrukturmaßnahme dar, die mit entsprechenden Kosten verbunden ist. Es stellt sich jedoch die Frage, wie der Begriff „teuer“ zu definieren ist. Denn betrachtet man die Kosten pro möglichem Megabit pro Sekunde oder auch die Zukunftssicherheit, dann schneidet Glasfaser sehr gut ab. Schließlich sind alle anderen Zugangslösungen, die heute aufgebaut werden, nur kurzfristige Zwischenschritte.

In der Summe kommt der direkte Weg zur Glasfaser deshalb unter Umständen günstiger, als wenn man schrittweise über fünf bis sieben Jahre zuerst in ADSL, dann in ADSL2+, dann in VDSL und vielleicht noch einen weiteren Zwischenschritt mitsamt den notwendigen Komponenten investiert.

Doch die Zwischenschritte lassen sich meist – für sich alleine gesehen – mit kurzen Return-on-Investment-Zeiten darstellen. Deshalb gehen gerade börsennotierte Unternehmen oft diesen Weg, weil sie glauben, den berühmten „Shareholder Value“ über die langfristige Strategie setzen zu müssen. Dabei sind Investoren heute gar nicht mehr so skeptisch, was Glasfaser betrifft. Ein Blick auf den Börsenkurs von Portugal Telekom, die in den letzten 1,5 Jahren ein Glasfasernetz mir 1,5 Millionen versorgten Haushalten gebaut haben, zeigt dies deutlich. „