Bücher zum Thema eGovernment

Electronic Government – Die elektronische Verwaltungsreform

Grundlagen – Entwicklungsstand – Perspektiven

Von Harald Mehlich

Harald Mehlich vermittelt einen umfassenden Überblick über das interdisziplinäre Themengebiet Electronic Government. Er zeigt anschaulich fachliche Schwerpunkte einzelner Vorhaben auf, identifiziert Umsetzungshemmnisse und analysiert Strategien zu deren Überwindung. Darüber hinaus werden Zukunftsperspektiven für fortgeschrittene Ansätze des Electronic Government entwickelt.

Unterteilt ist das Buch in die Kapitel:

  • Einleitung
  • eGovernment und New Public Management
  • Erklärungsansätze
  • Basistechnologien
  • Anwendungsebenen
  • Grundlagen fortgeschrittenen eGovernments
  • eGovernment-Schwerpunkte und Projektbeispiele
  • Weiterführende Perspektiven

 

Dabei bearbeitet das Buch vor allem technische und formelle Themen und ist besonders geeignet für die Recherche nach der praktischen Umsetzung von eGovernment in der deutschen Bürokratie.

 

E-Government und der moderne Staat

Von Booz Allen Hamilton

 

Das Buch ist ein hilfreiches Einführungswerk. Es umreißt alle Themen des E-Government anschaulich. Zum Anfang wird man in das Thema E-Government eingeführt und auf  Problembereiche hingewiesen.

Über den Vergleich von E-Government in 6 Ländern werden die Möglichkeiten der Umsetzung von E-Government aufgezeigt.

Anschließend werden die Anwendungsgebiete des E-Government für Bürger, Wirtschaft und Bürokratie erläutert und der Zusammenhang zur Demokratie gezogen.

Zum Schluss wird ein Blick auf die technische Seite und die Verwirklichungsoptionen geworfen.

Unterteilt ist das Buch in die Kapitel:

  • Das neue Umfeld
  • Grundidee und –konzept von E-Government
  • Hürden und Herausforderungen
  • Wege zu E-Government im internationalen Vergleich
  • G2C: Mehr Service für den Bürger
  • G2B: Der Staat als effizienter Partner
  • G2G: Die Überwindung von Verwaltungsgrenzen
  • E-Government als elektronische Demokratie
  • Informationstechnologie – Voraussetzung für E-Government
  • Realisierungsstrategien
  • Von der Idee zur Anwendung
  • E-Government – Quo vadis?

 

Interview: Peter Schaar

Das ist eine erster Auszug aus unserem Interview mit dem Bundesbeauftragten für Datenschutz. Hier gibt es Informationen zu Peter Schaar.

 

Wie ist Ihre Definition von E-Goverment?

E-Government ist die Verwendung elektronischer Mittel zur Ausführung von Regierungs- und Verwaltungsaufgaben und das bedeutet für den Datenschutz vor allen Dingen, das hier der Kontakt mit den Bürgern und Bürgerinnen abgewickelt wird. Das heißt das man bestimmte Dienstleistungen von der Verwaltung, zum Beispiel, wenn man sich ummeldet, wenn man sein Auto anmeldet oder wenn man eine Sozialleistung beantragt, dies eben nicht mehr dadurch tun kann, dass man zum Amt geht und dort ein Formular ausfüllt, sondern das man das elektronisch übers Internet machen kann.

 

Was können Sie uns zur E-Administration sagen?

Man muss sich natürlich wirklich überlegen welche Verwaltungsabläufe sollen mit E-Government abgedeckt werden. Und da gibt es eben diese verschiedenen Kommunikationsstrukturen von Verwaltungen untereinander. Es geht um die Frage, wie werden Daten abgelegt, wie findet man sie auch wieder; das ist ein ganz ganz wichtiges Thema. Wie findet man die richtigen Daten wieder, die relevanten Daten und wie sorgt man dafür, dass diese Daten da verfügbar sind, wo sie gebraucht werden. Das ist sicherlich ein zentrales Problem dabei. Und es ist immer datenschutzrechtlich sehr problematisch, wenn die Daten eben gegebenenfalls in die falschen Hände geraten.
Wie verbreitet ist E-Administration?
Ich denke mal, das ist diese Terminologie die da teilweise verwendet wird, vom Alltag abweichend, der Begriff E-Formular ist mir noch nie untergekommen. Trotzdem kann man natürlich darüber sprechen, wie beantrage ich eine Sozialleistung und da macht man genau das was mit E-Formular gemeint ist. Ich fülle ein Formular am Computerbildschirm aus und übersende dieses Formular einer Stelle, die diesen Antrag dann bearbeiten soll. Das ist die Vorstellung und dabei müssen natürlich viele Punkte, auch datenschutzrechtlicher Art, berücksichtigt werden. Das heißt erstmal muss gewährleistet sein, dass derjenige der einen entsprechenden Antrag stellt, auch identifiziert werden kann als antragsberechtigte Person, das da nicht ein anderer zum Beispiel eine Sozialleistung für mich beantragt und möglicherweise auf seinem Konto den Betrag dann auch gutgeschrieben bekommt. Das heißt, jetzt ist die Frage, wie identifiziere ich mich gegenüber der Technologie oder gegenüber dem Netzt oder auch gegenüber der jeweiligen Verwaltung, aber umgekehrt kommt es auch darauf an, das die Verwaltung sich gegenüber den Bürger/innen identifiziert. Denn es wäre natürlich ganz schlecht, wenn ich zum Beispiel eine Stilllegungsprämie für ein KFZ beantrage bei einer Website und in Wirklichkeit ist es nicht etwa die (Finanz-)Behörde, die diese Vergütung dann vornimmt, sondern es ist ein Dritter der die Daten dann abfängt und dann die Informationen umleitet und damit auch das Geld umleitet. Das heißt, das ist betrugsanfällig, da muss die Identität und die Authentizität der Kommunikationspartner gewährleistet sein und auf dem Weg muss natürlich auch der Datenschutz gewährleistet sein und wenn man da die Daten gegen unberechtigte Fremdaufnahme schützt, also indem die Daten verschlüsselt werden.

Relevante eGovernment Akteure

Initiative D21:

http://www.initiatived21.de/

Die Initiative D21 ist ein gemeinnütziger Verein mit Sitz in Berlin. Sie ist Deutschlands größte Partnerschaft von Politik und Wirtschaft für die Informationsgesellschaft. Annähernd 200 Mitglieds-unternehmen und -organisationen aller Branchen bringen gemeinsam mit den politischen Partnern von Bund und Ländern in diesem Netzwerk praxisnahe Non-Profit-Projekte voran – alle mit engem Bezug zu Informations- und Kommunikationstechnologien. Die Initiative D21 wurde 1999 mit der Aufgabe gegründet, die Digitale Spaltung in Deutschland zu verhindern. Sie finanziert sich vor allem durch Mitgliedsbeiträge und Spenden.

 

 

Chaos Computer Club:

http://ccc.de/

Der Chaos Computer Club ist die größte europäische Hackervereinigung und seit über 25 Jahren Vermittler im Spannungsfeld technischer und sozialer Entwicklungen. Die Aktivitäten des Clubs reichen von technischer Forschung und Erkundung am Rande des Technologieuniversums über Kampagnen, Veranstaltungen, Politikberatung und Publikationen bis zum Betrieb von Anonymisierungsdiensten und Kommunikationsmitteln. Der Club besteht aus einer Reihe dezentraler lokaler Vereine und Gruppen. Diese organisieren regelmäßige Veranstaltungen und Treffen in vielen Städten des deutschsprachigen Raums. Der CCC vermittelt seine Anliegen über vielfältige Publikationswege und sucht stets das Gespräch mit technisch und sozial Interessierten und Gleichgesinnten. Außerdem fordert und fördert er den Spaß am Gerät und lebt damit die Grundsätze der Hackerethik.

 

 

Die Beauftragte der Bundesregierung für Informationstechnik:

http://www.cio.bund.de/DE/Home/home_node.html

Die Funktion der/des Beauftragten der Bundesregierung für Informationstechnik hat das Kabinett durch den Beschluss „IT-Steuerung Bund“ vom 5. Dezember 2007 geschaffen. Die/Der Beauftragte ist zentraler Ansprechpartner für Länder und Wirtschaft bei der Zusammenarbeit mit der Bundesregierung in IT-Fragen. Seit dem 4. Februar 2010 ist Fr. Rogall-Grothe, Staatssekretärin im Bundesinnenministerium und Beauftragte der Bundesregierung für Informationstechnik.

 

 

Die BRD:

http://www.bund.de/DE/Home/homepage_node.html

Das Portal „bund.de – Verwaltung Online“ ist für Bürgerinnen und Bürger, Unternehmen und Verwaltungen der zentrale Zugang zu den elektronischen Informationsangeboten und Leistungen der Verwaltung im Internet.

Mit aktuell mehr als 8,2 Mio. Seitenaufrufen und mehr als 1,1 Mio. Besuchen pro Monat ist bund.de eines der meist genutzten Portale des Bundes.

Die Angebote der Internetseite gliedern sich in fünf große Bereiche:

* Stellenangebote der Bundes-, Landes- und Kommunalverwaltung
* Ausschreibungen der Bundes-, Landes- und Kommunalverwaltung
* Immobilien des Bundes
* Behörden und Institutionen des Bundes
* Leistungsangebote des Bundes

Zusammenfassung Medienkompetenz

Medienkompetenz

  • Nutztungskompetenzen, also nicht nur zum Spaß wie Musik herunterladen, sondern um sich Wissen anzueignen
  • Vermittlung von M. gehört zur Medienpädagogik, auch wenn diese Vermittlung noch ganz am Anfang steht
  • Medienkompetenz befähigt zur Problembehandlung
  • Medienkompetenz = Erfassung und Verstehen von Problemen und gesellschaftlichen Prozessen
  • Dimensionen: Medienkunde (=Wissen über Medien und Mediensysteme, effektive Nutzung des Computers), Mediennutzung (=praktische Anwendung der Medien), Mediengestaltung (=Veränderungen und Weiterentwicklungen des Mediensystems wahrnehmen)
  • Es gibt ein erweitertes Konzept von Medienkompetenz
  • Definition: „Medienkompetenz umfasst demnach „die Wissensbestände über Medien souverän bedienen, kritisch beurteilenund kreativ gestalten zu können“
  • Medienkompetenz stützt sich auf Selbstorganisation
  • Das Niveau der Medienkompetenz ist mit dem Bildungsniveau verbunden