Frankfurter Stadtgespräch

Das Ende des Internets? Zur Regulierung der digitalen Gesellschaft

20. November 2013, 20.00 Uhr
Frankfurter Kunstverein, Steinernes Haus am Römerberg, Markt 44, Frankfurt am Main

Eintritt frei

Veranstalter:
Exzellenzcluster „Die Herausbildung normativer Ordnungen“ in Zusammenarbeit mit dem Frankfurter Kunstverein

Das Internet ist für viele Menschen zu einem unverzichtbaren Bestandteil ihres Alltags geworden. Wie selbstverständlich kommunizieren wir „im Netz“. Häufig erscheinen auch die Auswirkungen des Internets auf alle Bereiche der Gesellschaft als geradezu unumgänglich. Gestritten wird deshalb meist darüber, wie mit diesen Effekten umzugehen ist. Das Internet hingegen wird als bleibendes Phänomen unterstellt. Im 12. Frankfurter Stadtgespräch des Exzellenzclusters „Die Herausbildung normativer Ordnungen“ soll diese Perspektive um die gewissermaßen umgekehrte Frage ergänzt werden, ob das Internet, wie wir es kennen, aufgrund rechtlich-technischer Regulierungen schon bald nicht mehr existieren wird. An die Stelle des weltweit offenen, anarchisch-unsicheren Internets könnten durchaus andere Formen der digitalen Vernetzung und damit der digitalen Gesellschaft treten, die mehr Sicherheit und Kontrolle, dafür aber weniger Offenheit und Partizipation ermöglichen. Um diesen Entwicklungen nachzugehen, sollen unterschiedliche Regulierungs- und Konfliktfelder zur Sprache kommen, insbesondere Aspekte des Datenschutzes und der Datensicherheit, der Regulierung des Persönlichkeits- und Urheberrechts im Internet und nicht zuletzt die Zukunft der Netzneutralität. Es diskutieren Markus Beckedahl und Alexander Peukert, es moderiert die Juristin und Geschäftsführerin des Clusters, Rebecca Caroline Schmidt.

 

Hintergrundgespräch zur Studie Digitale Mentalität II

Wie verhalten sich durchschnittliche Internetnutzer der BRD im Vergleich zu den besonders Aktiven im Netz? Wie unterscheiden sich Einstellungen zu Datenschutz, Anonymität oder Urheberrecht? Welche Gründe werden für die illegale Verbreitung von Inhalten genannt? Welche Werte und Tugenden haben eine Bedeutung? Wie unterscheiden sich Aktivitäten im Netz und Konsumgewohnheiten? Wie wird die Netzpolitik der Parteien bewertet?

Diese Fragen hat das IFSE in einer umfassenden Studie untersucht. Dabei wurde eine repräsentative Stichprobe der deutschen Internetnutzer mit eine Stichprobe von Webaktiven verglichen. Die Ergebnisse stellen wir für Expert_Innen und Interessierte am 8. Oktober in einem Hintergrundgespräch zur Studie vor. Der erste Teil der Studie mit dem Schwerpunkt Leistungsschutzrecht wurde bereits veröffentlicht. Der zweite Teil wird am 25. Oktober veröffentlicht und hat die Schwerpunkte Urheberrecht, Datenschutz und Anonymität.

Eine Anmeldung ist erforderlich.

Termin: 8. Oktober um 17:00 bis 18:30 Uhr

Ort: Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften, Jägerstraße 22/23, Berlin

Veranstalter: Institut für Strategieentwicklung (IFSE)

Anmeldung bis zum 7. Oktober unter digimen(at)ifse.de

Fluter: Internet

Im März dreht sich bei fluter.de alles rund um das Thema Internet. Fast alles, was wir tun, geschieht online: mit Menschen auf der ganzen Welt kommunizieren, sich informieren, Musik hören, Filme schauen, Geld überweisen, shoppen. Aber ohne Computer gäbe es das Internet nicht. Wir begeben uns auf eine Zeitreise zum ersten Computer der Welt, dem „Z3“ von Konrad Zuse von 1941, der als Nachbau im Berliner Technikmuseum zu bewundern ist. Und wir fragen den Sohn des Erfinders: Hat dieser 72 Jahre alte Rechner überhaupt noch was mit unseren Computern von heute gemeinsam?

http://www.fluter.de/de/120/thema

 

Nutzung und Datenschutzpraxis im studiVZ

Sicherlich ein kontroverser Befund:

Wie gehen Mitglieder eines sozialen Netzwerks wie studiVZ mit ihren Daten um? Welche Formen des Datenschutzes nutzen sie? Bestehen Zusammenhänge zwischen dem individuellen Datenschutz und sozio-demografischen Faktoren wie Alter, Bildungsstand oder Einkommen? Eine Befragung unter Studierenden zeigt: Ein hoher Datenschutz hängt weder vom individuellen Bildungs- und Sozialniveau ab noch von der Medienkompetenz der Nutzer.

Autor: Andreas D. Schulz

Quelle: Datenschutz und Datensicherheit. Jg. 36/2012, Ausgabe 4/2012, S. 262-269

via Datenschutz und Datensicherheit –.

Mapping Internet by IGF

Während des letzten Workshops des Internet Governance Forums 2011 in Nairobi wurden erste Ergebnisse eines Projektes zur Visualisierung zentraler Akteure, Interessen und Beziehungsmustern vorgestellt.  Zur Bedeutung des Projektes heißt es in dem vorläufigen Bericht:

In particular, a Map unavoidably contributes to the process of legitimization: Perspectives that are described in the Map will be perceived as legitimate by the users of the Map.

sowie

From the perspective of Consumers International, mapping Internet governance is important for providing consumer representatives with a better understanding of what issues are being dealt with by what institutions, and what opportunities exist for them to effectively participate in those institutions without duplicating the work of other CSOs.

Der Bericht steht online zur Verfügung. Detaillierte Ergebnisse finden sich auf der Seite http://idgovmap.org/map_html/

Der Fokus des Projektes liegt aber weitgehend auf internationalen Institutionen. Für die Entscheidungsfindungen ist es allerdings wichtig auch die nationalen Akteure, die wirtschaftlichen Interessen und die Mehrebenenproblematik in die Analyse der Netzwerkstrukturen mit einzubeziehen.

Datenschutz im studiVZ

Dieser Beitrag beschäftigt sich mit der Bedeutung des Datenschutzes bei den Internetnutzern in einer sozialen Internetanwendung . Wie gehen Mitglieder in einem sozialen Netzwerk wie studiVZ mit ihren Daten um? Welche Formen des Datenschutzes nutzen sie? Bestehen Zusammenhänge zwischen dem individuellen Datenschutz und sozial-demografischen Faktoren (wie Alter, Bildungsstand, Einkommen usw.)? Der Beitrag wird zeigen, dass der Datenschutz zwar eine hohe Bedeutung für die Mitglieder in studiVZ hat, aber im täglichen Umgang mit dem sozialen Netzwerk kaum eine Rolle spielt. Außerdem zeigt der Beitrag, dass ein hoher Datenschutz kaum vom individuellen Bildungs- und Sozialniveau abhängt. Für einen hohen Datenschutz ist daher weniger in Medienkompetenz als in technische und politische Lösungen zu investieren.

Der Artikel erscheint im April in der Zeitschrift Datenschutz und Datensicherheit (DuD).

Verbraucherbefragung

In einer Befragung von VerbraucherInnen im Juli 2011 wurde nach der persönlichen Bedeutung des Datenschutzes gefragt. Eine große Mehrheit der VerbraucherInnen findet den Datenschutz wichtig bis sehr wichtig (94,4%). Eine hohe Bedeutung wird dem Datenschutz bei speziellen Online-Anwendungen zugemessen. Allerdings ist für die Befragten der Datenschutz bei sozialen Netzwerken und bei der Online-Nutzung weniger wichtig als beim Einkaufen im Internet. Nutzerinnen und Nutzern messen demnach vor allem bei konkreten Internet-Anwendungen dem Datenschutz eine hohe Bedeutung zu. Bei Anwendungen, die mit in der analogen Welt erlernten, ökonomischen Risiken (Online-Einkäufe) verbunden sind, gehen sie mit ihren Daten sensibler um als bei anderen Formen der Internetnutzung. Die Relevanz des Datenschutzes insbesondere bei sozialen Plattformen, wie Facebook oder StudiVZ, wird noch nicht bei allen NutzerInnen als sehr wichtig angesehen.

An der Online-Befragung nahmen 1.137 Personen teil.

Videos-Interviews zum E-Government

Die Studiengruppe E-Government hat nun ihre Projektarbeit veröffentlicht. Das Video ist mit freundlicher Zustimmung von Peter Schaar, Andreas Jürgens, Wolfgang Kaivers und Martin Grüner zustandegekommen.

Video Teil 1:

Video Teil 2:

Interview mit einem Sachverständigen des Bereichs Electronic Communications Policy der EU

Das telefonische Interview wurde auf Englisch geführt. Im Interview wurde vor allem die Position der Europäischen Union zu den Grundrechten, im Besonderen dem Recht auf informelle Selbstbestimmung, hervorgehoben. Gesetze zu Netzneutralität wurden noch nicht verabschiedet, jedoch auf Initiative der Europäischen Kommission hin Konsultationen zum Thema Netzneutralität abgehalten.
Das telefonische Interview ohne visuelle Unterstützung erschwert die Auswertung der Informationen der Antworten der Interviewten im Vergleich zu einem Interview mit visueller Unterstützung. Die Interviewdurchführung in Englisch kann eine weitere Hürde darstellen.

Interview mit einem Sachverständigen eines deutschen ISPs

Das Interview beruhte auf einer Konferenzschaltung welche visuell unterstützt wurde. Der ISP setzt auf strenge Regeln der Gleichbehandlung von Daten im Bereich der ‚Festleitungen’, mobiles Internet scheint darin nicht enthalten zu sein. Dem Interesse des Unternehmens liegt allem Anschein nach das Motto „Der Kunde ist König“ zu Grunde.